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Expeditionen auf Elfriede Jelineks Website

by - April 17, 2010

Was uns bei unserem ersten Rundgang auf Elfriede Jelineks Homepage besonders angesprochen hat, welche Menüpunkte und Titel uns auf der Suche nach ihrem Artikel über Arigona Zogaj begegnet sind, Sätze aus diesem Artikel, die uns ins Auge gesprungen sind, sowie erste Vermutungen, worum es in ihrem Werk geht.

5 Kommentare
  1. Natascha Halasz permalink

    Ich schaue mir die verschiedenen Gliederungen der Website an und mir springt der Link zu „Arigona Zogaj“ und der zu „Biographische Anmerkungen“ ins Auge. Ich öffne Letzteren und lese mir den Text durch.
    Ich stürze mich nicht unmittelbar auf weitere Beiträge, sondern möchte wissen, was unsere Aufgabenstellung zu dieser Website ist.
    Mir kommen bei der Suche noch die Menüpunkte „Neid“ sowie „Aktuelles: 2010 und 2009“ entgegen. Ich sehe manche Überschriften, z.B „Nichts hinter dem Berg“.
    In Elfriede Jelineks Werk geht es meiner Meinung nach um die Verteidigung der Menschenrechte und aktuelle Themen, über die spekuliert wird. Sie setzt sich ein, informiert sich und legt ihren Standpunkt dar.
    Sätze, die mir beim „Überfliegen“ des „Arigona Zogaj“ – Artikels untergekommen sind:
    „Da sind wir schon mit ganz andren fertig geworden!“
    „Die müssen raus, die Zogajs, die Mutter mit ihren Kindern, die müssen fort, damit das Drittel, das für die Einheimischen und gegen die anderen gestimmt hat, zufrieden ist und so zufrieden auch bleibt.“
    „Brauchen ihn nicht und wollen ihn nicht, außer es geht gegen andere.“

  2. karim permalink

    Der Menüpunkt „Zu Politik & Gesellschaft“ hat mich besonders interessiert.
    Gelesen hab ich keinen Text, weil ich auf die Schnelle keinen Titel gesehen habe, der mich wirklich angesprochen hätte. Außerdem sind die Artikel viel zu lang und zu unübersichtlich.

  3. Samy permalink

    -Der Menüpunkt „zu Politik und Gesellschaft“ hat mich am meisten interessiert, denn dort werden für heute wichtige Themen behandelt.

    -Ich habe keinen der Artikel wirklich genauer durchgelesen, denn sie sind teilweise sehr lang und das Ganze ist auch überaus unübersichtlich.

  4. Philipp permalink

    Als Erstes habe ich mir Elfriede Jelineks Foto angesehen. Von den Menüpunkten, die links auf der Seite zu sehen sind, interessiert mich am meisten der Menüpunkt „Musik“. Im Vergleich zu den anderen Menüpunkten ist dieser nicht allzu sehr mit Text überladen.
    Ich habe mich auf einen Beitrag gestürzt, nämlich „Zu Franz Schubert“.
    Die folgenden Sätze daraus sind an mir „hängen geblieben“:
    „Der Hörer wird sozusagen verschlungen von dem Schubert’schen Vakuum“.
    „Ihn aber für Bruchteile von Sekunden, da die Zeit, relativ, rückwärts gelaufen ist, mit dieser Zeitpeitsche aus Klang zerbrochen und sich für immer entfremdet hat, ohne daß er es gemerkt hätte“.
    „Daher meint Musik ja immer nur sich selbst, weil sie nur durch sich selbst zu erklären ist. Doch bei Schubert ist es anders.“
    „Und heute bitten wir ihn natürlich herein und bieten ihm etwas an, auch wenn wir uns immer nur selbst bedienen wollen.“
    „So führt die Musik, speziell diese Musik, über die Gegenstände hinaus in den eigenen Bereich, und der Bereich der Musik ist die Zeit.“
    „Jeder Weg hat Anspruch darauf, auch begangen zu werden, und der Künstler geht ihn als erster. Manche gehen, und da ist kein Weg. Sie gehen trotzdem und fallen für uns, und nicht einmal ein Feld der Ehre haben sie dafür bekommen.“

    Franz Schubert und seine Kunst mit der Musik umzugehen wird angesprochen. Musik besitzt die Kraft uns in ihren Bann zu ziehen. Elfriede Jelinek kritisiert jedoch auch den Egoismus der Menschen.

    Beim Suchen des „Arigona Zogaj“ Textes kamen mir die Menüleisten „Aktuelles“ und „Zu Österreich“ entgegen. Im „Arigona- Text“ geht es um den Fall „Arigona Zogaj“ und um die zweifelhafte Innenministerin Fekter. „Die Frau Ministerin hat das letzte Wort, und das ist längst gesprochen, und es ist das Letzte.“ Sätze aus diesem Text, die mich „angesprungen“ haben, sind:

    „Aber die Familie Zogaj mit ihren Kindern, die brauchen einen Zwang, anders kapieren die es nicht, daß sie weg müssen“.

    „Uns wird auch manches schwer, und wir klagen nicht, wir gehen ins Gasthaus und saufen es weg, wir werden schon damit fertig, wir werden mit allem fertig, und mit einer Frau und ihren Kindern, die da alleine stehen, mit denen schon lang, die sind ja gar kein wirkliches Hindernis für uns, stärkere Gegner, an denen wir uns beweisen könnten, wären uns lieber, aber so nehmen wir diese vaterlose Familie schon auch, anstelle von anderen, denen wir unseren Willen nicht (mehr) aufzwingen können, weil sie hier das Bleiberecht haben, das Leberecht durch Geburt hierorts, aber denen müssen wir unseren Willen ja nicht aufzwingen, die sind hier natürlich, natürlich!, ganz ungezwungen, die können ganz ungezwungen hier sein, nein, die brauchen keinen Zwang.“

    „Unser natürliches Bewußtsein will, daß solche, die sich nicht an Abschiebungs- und Ausweisungsgesetze halten, nicht sein dürfen. Die können zwar sein, von uns aus gesehen woanders, also nicht bei uns.“

    „(…) und diejenigen, die das Sagen haben, müssen befriedigt werden, überhaupt alle sollen befriedigt werden, die recht haben, die automatisch recht haben, nur weil sie hier ansässig sind, Befriedigung: wichtig!“

    „Das sagt uns das Bewußtsein, welches das einzig Wahre ist.“
    „Wir sind zwar alle recht wendig, aber die Gewalt ist schneller.“

  5. Katharina permalink

    Besucht Elfriede Jelinek im Internet unter www. elfriedejelinek.com

    – Zuerst hab ich mir mal alle Menüpunkte angeschaut
    – Dann hab ich den Menüpunkt „Kunst“ angeklickt
    – Interessiert hat mich „Zum Kino“
    – Und natürlich hab ich ihr „Fotoalbum“ durchstöbert

    Ich stürzte mich schließlich auf einen Beitrag, den ich unter „Kunst“ fand:
    – „Gedanken zur Fotokunst Nobuyoshi Arakis“
    – In diesem Beitrag geht es um Nobuyoshi und seine Fotografien. Ich glaube, es geht auch um Fotografien von seiner Frau und sie beschreibt seine Art zu fotografieren.
    – Lese ich im Titel „Gedanken“, stelle ich mir darunter kurze, klare und einfache Sätze vor. Etwas, das bei dem Artikel und generell bei Jelinek nicht der Fall ist.
    – Sie geht immer von einem Gedanken zum nächsten, ohne einen Punkt. Das macht die Sätze meistens lange und dann ist der Leser sehr verwirrt am Ende.
    – Ich habe kurz vor dem Ende des Beitrages aufgegeben. Er ist nicht lang von der Quantität, sondern lang, weil man ihr nach einer Zeit nicht mehr folgen kann.
    – Nachdem ich mir den Bericht angeschaut habe, bin ich neugierig geworden und habe Nobuyoshi Aralies gegoogelt und bin direkt auf seine Fotografin gestoßen. Ehrlich gesagt, habe ich nicht das erwartet, was ich schließlich gesehen habe: provokante Aktfotos und u.a. nackte gefesselte Frauen.
    – Fragen, die ich mir danach gestellt habe, sind: Kann man das Kunst nennen? Wie weit kann Kunst eigentlich gehen? Oder kann man seine Arbeit schon Pornografie nennen?
    Nach diesem Rundgang auf ihrer Homepage, vermute ich einmal, dass es in ihren Werken um Geschichten geht, die auf wahren Begebenheiten beruhen (z.B. Aktuelles, Politik, Gesellschaft). Sie gibt ihre Meinung dazu und ordnet sie (nach Jahr, Thema…).“
    Jelinek schreibt viel über Themen, die für viele andere Menschen tabu sind.

    In dem Artikel „Arigona Zogaj“ musste ich mich auf dich Suche nach dem Satz: „Aber die Familie Zogaj mit ihren Kindern, die brauchen einen Zwang…“machen, und bei dieser Suche stieß ich auf folgende Sätze:

    – „Es gibt genug Lasten (Wirtschaftskrise!)“
    – „Wofür hätten wir das Land denn geschaffen?, natürlich daß Menschen drin wohnen sollen!, sonst wäre ein neues Land ja vollkommen unsinnig, man könnte es höchstens als Weide für Tiere oder Depot für Atome verwenden.“

    – „der größte Teil der Bevölkerung auf der eigenen, sicheren Seite ist, jeder für sich, ja, das kann man so sagen: Wir haben uns auf unserer Seite!, ein Drittel hat eine rechtsextreme Partei gewählt, was wird diese Bevölkerung also schon wollen?“

    – „und diejenigen, die das Sagen haben, müssen befriedigt werden, überhaupt alle sollen befriedigt werden, die recht haben, die automatisch recht haben, nur weil sie hier ansässig sind, Befriedigung: wichtig!, man muß ihnen ab und zu ein paar Stück Menschenfleisch hinschmeißen, damit eine Ruh ist, und keine Ruh soll hin sein, auch wenn ein paar Herzen schwer sind. Wurscht.“

    – „(…) schmeißen wir die Frau und ihre Kinder jetzt raus, wohin schmeißen wir sie?, vielleicht zuerst nach Ungarn?, das wissen wir jetzt noch nicht, denn ein neuer Antrag ist gestellt, diese Leute sind ja so raffiniert!, stellen Anträge, als könnten sie selbst uns noch ertragen, und in den Foren heult es wie von einem Wolfsrudel: Die narren den Rechtsstaat doch seit Jahren, auf die lieben Rehleinaugen der 17-jährigen Arigona können wir nicht achten (…)“

    – „Wer andre wegschickt, die hier bleiben wollen, der könnte selbst einmal wegmüssen, auch aus sich selbst, der könnte aus sich selbst vertrieben werden und dann ins Bodenlose stürzen, weil er diesen heiligen Boden, auf dem nur er und sonst niemand rechtmäßig leben darf, verlieren könnte, denn wo Recht Recht bleibt, da bleibt auch Gewalt Gewalt. Und die kann sich sehr rasch wenden. Wir sind zwar alle recht wendig, aber die Gewalt ist schneller.“

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