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Schreib Deine Meinung!

by - März 22, 2010

Nein, hier schreiben nicht mehr wir. Sondern Ihr, unsere Gäste, Leser und Kritiker. Hier ist Platz für Feedback, Anregung und persönliche Meinung. Wir freuen uns auf jede Unterstützung, Beratung und auch Gegenmeinung. Nehmt kein Blatt vor den Mund! Schenkt uns eure eigenen Ideen, Vorschläge und Gedanken. Begleitet uns auf unserer Fahrt nach und rund um Rechnitz!

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16 Kommentare
  1. Franz Herbrecht-Walz permalink

    Ich hab mir diese Seite gerade zum ersten Mal angeschaut und ich muss ehrlich sagen, mich hat’s beinahe von meinem Schreibtischstuhl gehaut, so hab ich mich aufregen müssen! Denkts halt mal an die Leute, die da wohnen! Das, was bei denen im Dorf passiert! Das grenzt ja nahezu an Stalking! Was bei denen im Dorf passiert ist, ist alleine der ihre Sache!! Da hat sich niemand einzumischen und das dann auch noch im Internet zu veröffentlichen und zur Schau zu stellen..eine Unverschämtheit ist das. Und das nennt’s ihr dann auch noch ein Schulprojekt. Ich frag mich, wie sowas von der Schule aus überhaupt zugelassen werden kann. Noch dazu eine französische Schule. Ihr hab’s ja nicht mal was mit den Burgenländern zu tun, ihr Franzosen! Anstatt dass die heutige verdorbene Jugend was an sich selbst ändert, versucht sie die Fehler aus alten Zeiten aufzudecken und belästigt somit die letzten Überlebenden einer Zeit, die sie sich nicht einmal vorstellen kann. Die armen Rechnitzer finden doch keine Ruh bei dem ganzen Firlefanz rund um ihre Gemeinde und ihr unterstützt das! Sogar den Bürgermeister habt ihr kontaktiert! Sagt, habt ihr nicht sowas wie eine Matura? Wie wär’s, wenn ihr euch einmal auf diese konzentriert, bevor ihr die armen Rechnitzer verfolgt und euch in alte Geschichten einmischt, die euch nichts angehen!
    Als Österreicher hab ich ja schon vieles gelesen über Taten aus der damaligen Zeit, die erst vor kurzem aufgedeckt wurden, aber niemals ist mir untergekommen, dass so ein Trara daraus gemacht wird! Noch dazu von Minderjährigen.. Ich bin schockiert und hoffe, ihr hört mit diesem Blödsinn bald auf!

  2. maria s. permalink

    Hallo liebe 7. Klasse des Lycée,

    ich finde es großartig, dass ihr als erste ein „Forum“ eröffnet habt, euch mit Rechnitz und damit einem totgeschwiegenen Kapitel der österreichischen Vergangenheit, die nicht so lange her ist, auseinandersetzt und diese Auseinandersetzung sichtbar macht! Danke.

    Das Textobjekt ist ja beeindruckend; wie lange ist die Rolle denn inzwischen? Und: Was habt ihr mit ihr vor? Legt ihr sie wie einen Teppich im Treppenhaus der Schule aus oder etwa quer durch Rechnitz? Außerdem hoffe ich, dass die technischen Probleme bald gelöst sind und bin gespannt welche „Stimmen aus Rechnitz“ ihr sammelt, welche Reaktionen es gibt, was ihr erlebt auf eurer Reise!?
    Der erste „blinde Passagier“ begleitet euch;)

  3. Hans L. permalink

    Sehr geehrter Herr Herbrecht-Walz,

    schön, dass Sie auf die Seite gefunden haben, auch wenn ihre Äußerungen, gelinde gesagt, unter aller Kanone sind. Lasst Euch davon nicht entmutigen, liebe SchülerInnen – ich bin der zweite „blinde“ Passagier.

    Mit großem Respekt und Begeisterung,
    H.L.

  4. Eleonore Schleicher permalink

    Liebe SchülerInnen!

    Meine Hochachtung für Euer Projekt! Ich finde es toll, dass ihr euch mit solchen Themen befasst. Die Leute beschweren sich bald einmal über etwas, aber selten kommt es vor, dass sie dann auch, sowie Ihr es tut, handeln!

    Und nun zu Ihrem Beitrag, Herr Herbrecht-Walz. Sie meinen noch nie eine solche Frechheit gesehen zu haben? Nun, wie wäre es, wenn Sie sich Ihren Beitrag noch einmal durchlesen. Wie können Sie darauf stolz sein, in einem Land zu leben, in dem noch immer Ereignisse dieser Art am liebsten vertuscht werden? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, Österreich ist ein tolles Land, und ich selbst bin ja auch Österreicherin,aber gewisse Dinge sind in diesem Land einfach nicht in Ordnung.
    Wie können Sie behaupten, dass diese Zeit die Jugendlichen nicht betrifft? Diese Geschichte ist auch die der jungen Leute! Und Sie meinen, diese Schüler seien Franzosen? Soviel ich weiß, gibt es an dieser Schule auch sehr viele Österreicher? Außerdem betrifft das nicht nur Österreicher. Ich finde es toll, dass Jugendliche aus verschiedenen Ländern sich für so ein Projekt einsetzen und so reges Interesse zeigen! Nehmen Sie sich lieber ein Beispiel an ihnen, anstatt sie zu kritisieren.
    Außerdem geht es denen gar nicht darum, die Rechnitzer zu verurteilen, sondern Dinge, die damals passiert sind, zu hinterfragen.

    Ich danke Euch SchülerInnen für Eure tolle Arbeit! Macht weiter so! 🙂

    Und Herr Herbrecht-Walz, denken Sie nach, bevor Sie derartige Dinge schreiben…

  5. While I have to appreciate the choice of your research subject and your teacher’s ability to instill in you the enthusiasm needed to undertake such a gruesome task, I would ask you to at least consider my statement before you go any further.

    I am the author of a biography called ‘The Thyssen Art Macabre’ and a feature article about the Rechnitz Massacre in Frankfurter Allgemeine Zeitung; both of which, by her own admission, motivated Elfriede Jelinek to write her play. She also used a considerable amount of information from my book which is why I am credited in the book of her play.

    But Elfriede, as you know, whilst undoubtedly a brilliant playwright, wrote her play as a commercial theatrical performance containing a considerable amount of fiction and conjecture ‘based on’ rather than ‘about’ the Massacre. In other words, her play is a culturally important work of art while my book is a documentary record.

    This does not in any way alter the fact that on that terrible night some 180 Hungarian Jewish slave workers were killed in an appalling crime against humanity. But it does, or should make a difference to what you are actually investigating and who you are going to question. From a cultural point of view it might be interesting to ask Elfriede why she chose the murder of 180 Jews as a subject for a theatrical performance, what she intended the play to achieve and whether it has succeeded. It would also be interesting to ask the theatre audience the same questions.

    If you choose to take the factual route, I would strongly suggest avoiding the questioning of the townspeople. They have already been probed on numerous occasions and by now must be feeling rather like a community of laboratory rats whose only purpose in existing is to assist students with their research projects. Contrary to many peoples’ accusations the Rechnitzers have in fact already talked a great deal about the massacre. But they have also been bribed, threatened and even murdered and understandably now want to get on with their lives.

    However the town does have its own representative historian in the form of Dr Josef Hotwagner who was not only born and bred in Rechnitz and lived through the massacre but also lost both his father and his uncle to the same Nazis that murdered the Hungarian Jews.

    I firmly believe the most valuable questioning you could do would be that of the Thyssens (as in ThyssenKrupp, Duisburg/Ruhr – their archivist is called Professor Manfred Rasch) who funded the castle, its SS residents and its owner, Countess Batthyany-Thyssen, throughout the war, as well as the Batthyany family themselves, who not only once owned the town and were implicated in the crime, but continue to believe in the same ‘Jewish conspiracy’ that motivated the Nazis to carry out their obscene crimes against humanity.

    You should perhaps ask the Thyssens (for instance Francesca Habsburg, who is a Thyssen and lives in Vienna) why they still ignore or deny their part in the Rechnitz massacre and the Batthyanys why they took 65 years to grudgingly admit the crime even took place.

    Finally, it would be good if you got to speak to Professor Wolfgang Benz at the Institute for Anti-Semitism Research of the Technische Universität Berlin who accused me of lying and publicly suggested that the terrible event never happened.

    Your curiosity is the most valuable thing you have – for all of us. I look forward to reading the results of your research.

    David R L Litchfield
    http://www.davidrllitchfield.com

    • Dear Mr. Litchfield,
      first, we thank you for your long and precious comment with all your suggestions who will help us in our further investigations.
      We read about you and your documentary „The Thyssen Art Macabre“ during our first researches and we also knew, that your book inter alia inspired Elfriede Jelinek to her play.
      We are also quite conscient that Jelinek’s play is above all a fiction „based on“ the historical facts, that’s why our project is divided into two big parts: first the fictional part (therefore the work about Jelinek’s theater and her art of writing), and second our research about the historical facts.
      Actually we discovered the historical facts through Jelineks play, the play being the initial „spark“, since our project is based on a collaboration with the Wiener Festwochen who will show Jelinek’s play this year.
      We know that the Rechnitzer have always been accused of their silence and after having seen the documentary „Totschweigen“ , we were of the same opinion as the one that is being shown in this documentary.
      Still, our interview with the mayor of Rechnitz made us rethink a lot of things and since that, we don’t intend to confront them with further accusations, we understand that they finally want to get on with their lives. That’s the reason why we will see with the mayor how to procede.
      At last, we would like to inform you that we intend to contact Sascha Batthany, the nephew of the countess, who has published an article about his family’s role during this period of history in the Süddeutsche Zeitung Magazine (see the link). And of course we will try to contact Francesca Habsburg and the other people you suggested.
      Thank you again
      Elisabeth Pournaki and all the students who participate in this project.

  6. Hello Mr. Litchfield. Thanks for your time and words on our blog, especially your advices, how to get in a right(!) way deeper into the topic. Considering further projects sourrounding the Rechnitz-case I would be glad to start an exchange with you by e-mail, phone, etc.

    This time some words about our journey with the pupils of the Lycee francaise de Vienne: General intense of Festwochen jugendFREI, the programme-line for young people at Wiener Festwochen (http://www.festwochen.at/jugendFREI), is of course a theatre one: We want to inspire youngsters for theatre by working with them in workshops. In the first step we detect their interests, just to know, from where we can build a bridge to our culture-contents. In the result they start small projects on their own and meet f.e. the actors, they see later on in the perfomances.

    Respective the piece “Rechnitz (Der Würgeengel)”: It´s obviously not easy to read the text of Elfriede Jelinek along the way. You need some work-techniques and you have to concentrate to understand all coherences. Best thing is: You start an exchange with people, who also study the text, then the journey is getting really exciting. But if you explain these circumstances to pupils in a direct way, they would answer – not unrightly – with a question: “Why should I? I just want to read a good book.” Therefore we decided to create a sensual access: Let´s get these words out of the book, let´s copy the pages and create a long text-lane. Then we can grip the text, role him, lie on him, tuck with him, create easy costumes and: We can hide our bodys behind the words.

    This last point (“hiding behind the words”) is very close to the intense of Elfriede Jelinek, I think: The carriers in “Rechnitz” talk a lot, because they don´t want to say a word. They talk one´s head off just to keep the silcene. This motive is the engine of the play, you have to know, when you watch the staging of Jossi Wieler and the Münchner Kammerspiele (http://is.gd/bUWkl). So this is the key point we have to communicate to our young visitors. Only afterwards the content of the play is getting into the focus of interest: What is it, what the carriers don´t want to say? 180 jewish people were murdered? And nobody knows until today, where the graves are? Sounds mystic. So let´s ask the people in Rechnitz – they are fellow countrymen and decendants of the carriers.

    From this point of view the wish to talk to the inhabitants is a logical one. And I think, it´s legitimate, if you work with these specific pupils and their teacher, Mrs. Pournaki: They quick understood, how to talk to the people (see first part in Bianca´s interview with the major, http://is.gd/bUVhg: “If I make a mistake in the diction, please tell me and I would try to rephrase my question.”).

    What in the result is happening in the pupil´s view: Jelinek motivates to explore the history of Austria – just to get back to theatre in the end: Then we sit with “our” actors, “our” director or dramaturge round a table and read the text in common. We can concentrate easily, because we want to know ourselves, what the author has done with this historic material, we absorbed in the last weeks: In which art-form she brought it, what techniques and signs did she use, how did the theatre ensemble get on with these guidelines? In summary there will arise a understanding on the work of Elfriede Jelinek. And this our main aim: Jelinek is not easy to read, but even so I mustn´t generate a fear of contact or feel a personal hurt, even if she is confronting us with the history of our country. In big words: What Günter Grass was for me as a pupil grown up in Germany, Jelinek can be for Austrian people – a chance!

    Frank Röpke

    PS on “Who ist Mr. Litchfield?”: He wrote the article “Die Gastgeberin der Hölle” in the Frankfurter Allgemeine Zeitung (http://is.gd/bUUjX). His book „The Thyssen Art Macabre“ (http://is.gd/bUUCN) is credited in the attachement of “Rechnitz (Der Würgeengel)” (http://is.gd/bUUVK).

  7. Liebes „Rechnitz“-Team!
    Herzlichen Glückwunsch zu eurem Projekt, das ja immer größer wird. Es wäre toll, wenn es über eure Schule hinaus wirkt und ihr „eingreift“ in die aktuelle Debatte.
    Ein paar Anregungen dazu:
    ) Seid neugierig und gebt euch nicht mit netten, aber oberflächlichen Antworten eurer Kontaktpersonen und GesprächspartnerInnen zufrieden. Gerade beim Fall Rechnitz ist bislang kaum etwas wirklich aufgearbeitet worden. Es gibt zahlreiche Leerstellen, Ungereimtheiten, Widersprüche und nur wenige Initiativen, das, was war, wirklich zum Vorschein zu bringen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zugleich gäbe es viele Spuren und Möglichkeiten, weiterzuforschen, Materialien zusammenzuführen, auszuwerten und den Dingen auf den Grund zu gehen.
    ) Deswegen: Seid wachsam und kritisch, lasst nicht locker, fragt immer weiter und weiter, auch wenn Manche schweigen oder abzublocken versuchen. – Sie wissen mehr, als sie zugeben. Und sie könnten mehr tun, als passiert.
    ) Und versucht, Elfriede Jelineks Text zu lesen – auch wenn das sehr schwierig ist. Elfriede Jelinek ist eine große Moralistin, die den Nerv unserer Zeit trifft. Gerade ihr Stück „Rechnitz“ ist brandaktuell, es zeigt UNS HEUTE, unsere heutigen Relativierungen, unsere heutigen Distanzierungen von den Gräueltaten der NS-Zeit, unsere heutigen Ungeheuerlichkeiten.
    Ich wünsche euch alles Gute für euer Projekt.
    Pia Janke
    Elfriede Jelinek-Forschungszentrum, Universität Wien

  8. Hello Frank
    Further to your recent communication, I would also appreciate the opportunity to start an exchange with both yourself, Elisabeth Pournaki and your students. May I suggest that the first step be your students each ask me one question?
    As a comment on your comment, I’m sure English students would empathise with the challenge involved in translating the meaning of Jelinek’s text, having been weaned on an Elizabethan playwright who, while accepted as the greatest influence on English-speaking theatre, remains totally incomprehensible to most people of any age, including considerably more Shakespearean actors than would be prepared to admit it.
    I await your questions with interest.
    David
    info@davidrllitchfield.com

  9. OrieseFus permalink

    Just want to say what a great blog you got here!
    I’ve been around for quite a lot of time, but finally decided to show my appreciation of your work!

    Thumbs up, and keep it going!

    Cheers
    Christian

  10. Johanna M. permalink

    Hallo liebe Lycée-SchülerInnen!

    Ich bin Johanna, eine der Studentinnen der Theaterwissenschaften! Wir haben uns von der „Thewi“-Seite in das Thema gestürzt und sind schon total im Diskutieren, Sammeln, Lesen und wieder diskutieren. Ich bin beeindruckt, was alles bei eurem Projekt entsteht, wie ihr darüber schreibt, welche Zugänge ihr geschaffen habt. Komplement!

    Wir werden uns ja am Freitag beim Workshop kennen lernen – freu mich schon.

    Sagt mal: Wer von euch kann den einen 12-Ender zeichnen? … Oder, noch besser: einen basteln? Vielleicht aus Zeitungsrollen, Papiermaché, Kleister, … Damit so richtig Jagd-Schloss-Stimmung aufkommt.

    Bis bald!

  11. hannes permalink

    Ihr seit doch alle Spasten! was geht euch die alte Geschichte an? Warum versteht niemand dass es unnützlich ist dort zu suchen……glaubt ihr wichtigtuer ihr könnt dort etwas finden?!!!! gerade ihr schüler? da kann ich nur lachen

    In hoffnung das das alles 1 ende nimmt,
    HaNNeS

    BiiiiiiiTChhhezzz

  12. http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/568479/index.do
    http://diepresse.com/home/meinung/debatte/568497/index.do

    Gestern veröffentlichte ‘Die Presse’ diese beiden Artikel. Wir kommentierten. Heute haben wir nochmal einen Kommentar auf ‘Die Presse’ gepostet, aber er scheint nicht akzeptiert zu werden. Wir versuchen es statt dessen also hier:

    Caroline Schmitz schreibt:
    Jelinek spricht nicht selbst, sie bringt Boten zu Papier und auf die Bühne. Mein Mann (und ich) sind einer dieser Boten. 14 Jahre lang haben wir unser Buch ‘Die Thyssen-Dynastie’ recherchiert. Dort sind alle geschichtlichen Hintergründe (der Jahre 1685-2006) zum Thema Thyssen versammelt, dessen Tiefstpunkt die Geschehnisse in Rechnitz darstellen.

    Gestern haben wir einen Link zu einigen der Dokumente in unserem Archiv hier gepostet (nämlich http://www.davidrllitchfield.com/2010/05/what-have-thyssenkrupps-historians-been-doing-all-this-time/ ). Sie zeigen, dass das Schloss im 2. Weltkrieg privat finanziert war, über die August Thyssen Bank und Thyssengas. Eine ‘Beschlagnahmung durch Nazis’ wird immer erwähnt (wie auch hier wieder, von einem der Kommentatoren), dokumentarische Belege dafür haben wir allerdings noch nie gesehen.

    Keiner der 15 Oesterreicher, die gestern auf unserer Webseite waren hat es für nötig empfunden, die Dokumente und die Verstrickung der Thyssens zu kommentieren. Warum nicht? Im Vergleich zu ihnen waren die Batthyanys nur ‘Zuschauer’, die aus finanziellen Gründen in die Thyssen Familie hineingeheiratet hatten.

    Die Kommentatoren scheinen es leichter zu finden, die Batthyanys in Frage zu stellen und die Menschen in Rechnitz als ‘Lausbuben’ oder ‘Kammerzwerge’ (Originalton Wolfgang Benz, TU Berlin) zu beschimpfen und die Thyssens unbescholten zu lassen, obwohl diese die Nazis finanzierten und von ihnen profitierten und ausserdem in Jelinek’s Stück angesprochen werden. Warum?

  13. Hallo liebe SchülerInnen,

    untenstehend ein erster Überblick über die Reaktionen in den österreichischen Medien rund um die Aufführung der Münchner Kammerspiele bei den Wiener Festwochen 2010. Zum Vergleich lassen wir Euch über Eure Lehrerin die Besprechungen der Inszenierung aus den überregionalen Tages- und Wochenzeitungen in Deutschland und in der Schweiz sowie aus den Theaterfachmagazinen „Theater heute“ und „Theater der Zeit“ zukommen (gesammelt seit der Uraufführung im Herbst 2008).

    Haltet also beim Lesen die Augen offen, schärft – wie Euch beim gestrigen Nachgespräch Julia Lochte (Dramaturgie), Hildegard Schmahl und Hans Kremer (Schauspiel) von den Münchner Kammerspielen empfohlen haben – Eure Sinne und lasst aufkeimende Fragen zu. Wir freuen uns auf Eure e-Mails!

    Viele Grüße und bis bald,
    Frank und Katharina

    PS: Wenn Ihr bezüglich des Themas up to date bleiben möchtet, dann richtet Euch unter http://www.google.at/alerts einen Google Alert ein.

    PPS: So interessant Eure Fotos von der Festtafel und vom Nachstellen einzelner Motive aus der Inszenierung geworden sind – wir empfehlen, sie auf diesem Blog NICHT zu veröffentlichen.
    ______________________________________________________________________________

    25.05.2010, Wiener Zeitung, Besprechung der Inszenierung
    “Schrecklich nette Leute“
    http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3905&Alias=Wzo&cob=495297

    24.05.2010, Die Presse, Besprechung der Inszenierung
    “Wiener Festwochen: Eine geile, verlogene Mörderbande“
    http://diepresse.com/home/kultur/news/568611/index.do?from=simarchiv

    24.05.2010, Der Standard, Besprechung der Inszenierung
    “Geschwätzigkeit als Anfang der Verschwiegenheit“
    http://derstandard.at/1271377330028/Geschwaetzigkeit-als-Anfang-der-Verschwiegenheit

    24.05.2010, Der Standard, Hintergrundinformationen zu den historischen Ereignissen
    “Rechnitz war keine Ausnahme: Massaker vor Kriegsende auch anderswo“
    http://derstandard.at/1271377332245/Einserkastl-RAU-Fleissaufgabe-der-Bestialitaet

    23.05.2010, Kurier, Besprechung der Inszenierung
    “Elfriede Jelinek bei den Wiener Festwochen: Nicht an Scharfzüngigkeit verloren“
    http://kurier.at/kultur/2003694.php

    23.05.2010, ORF, Besprechung der Inszenierung
    “Der Totentanz des Würgeengels: Nebelgranaten auf der Mörderparty“
    http://orf.at/100520-51442/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F100520-51442%2F51443txt_story.html

    23.05.2010, ORF, Über Elfriede Jelinek
    “Jelineks Leben: Von der Schriftstellerin zur Musikerin“
    http://orf.at/100520-51442/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F100520-51442%2F51449txt_story.html

    23.05.2010, ORF, Hintergrundinformationen zu den historischen Ereignissen
    “Blutiges Gefolgschaftsfest: Die Morde im Kreuzstadl“
    http://orf.at/100520-51442/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2F100520-51442%2F51444txt_story.html

    23.05.2010, ORF Burgenland, Besprechung der Inszenierung
    “Premiere von Jelineks ’Rechnitz’“
    http://burgenland.orf.at/stories/444663/

    22.05.2010, Die Presse, Besprechung der Inszenierung
    “’Rechnitz’ bei den Wiener Festwochen: Boten eines Massakers“
    http://diepresse.com/home/kultur/news/568565/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/news/index.do

    22.05.2010, Die Presse, Kommentar
    “Vom Schaden für Rechnitz“
    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/568479/index.do?from=simarchiv

    22.05.2010, Die Presse, Versuch über Jelineks Werk
    “’Rechnitz’: Jelineks Theater der Todsünden“
    http://diepresse.com/home/kultur/news/568513/index.do?from=simarchiv

    22.05.2010, Die Presse, Über Festwochen jugendFREI
    “Auf den Spuren des Rechnitzer Massakers“
    http://diepresse.com/home/kultur/news/568514/index.do?_vl_backlink=/home/kultur/news/index.do

    22.05.2010, ORF, Kurzbesprechung
    “Jelinek-Gastspiel über Rechnitz-Massaker als Totentanz“
    http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F369441.html

    21.05.2010, DER STANDARD, Ankündigung
    “’Rechnitz’: Szenisches Kontrastmittel mit Feinrippleibchen“
    http://derstandard.at/1271377239255/Rechnitz-Szenisches-Kontrastmittel-mit-Feinrippleibchen

    14.05.2010, Wiener Zeitung, Buchbesprechung
    “Die endlose Unschuldigkeit. Elfriede Jelineks Rechnitz (Der Würgeengel)“
    http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3948&Alias=wzo&cob=493377

    11.05.2010, Burgenländische Volkszeitung, Bericht
    “Neue Suche nach Grab? Hobbyhistoriker Gerhard Entfellner vermutet Massengrab der ermordeten Juden unter dem Sportplatz.“
    http://www.bvz.at/redaktion/bvz-owa/article.asp?Text=334424&cat=836

  14. Johanna M. permalink

    Heute auf ORF2: Neue Hinweise auf das Massengrab
    http://tv.orf.at/program/orf2/20100719/477018601/296134/

  15. Frank permalink

    Berichte über zwei Jelinek-Inszenierungen in Düsseldorf und Köln (u.a. „Rechnitz“) in der aktuellen Ausgabe von „Foyer“ beim ZDF-Theaterkanal: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1180668/Skandale%252C-Fantasy-und-Comedy?setTime=0#/beitrag/video/1180668/Skandale%2C-Fantasy-und-Comedy

    Viele Grüße,
    Frank

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